Russian Analytical Digest (RAD)
Der «Russian Analytical Digest (RAD)» analysiert Ereignisse, Trends und Entwicklungen im Hinblick auf die politische, wirtschaftliche, sicherheitspolitische und gesellschaftliche Situation in Russland. Jede Ausgabe enthält akademische und policy-relevante Artikel von internationalen Autoren, zudem themenbezogene statistische Informationen, Grafiken und Meinungsumfragen. Die Publikation wird vom Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich zusammen mit der Forschungsstelle Osteuropa (FSO) der Universität Bremen, dem Institute for European, Russian and Eurasian Studies (IERES) und dem Center for Eastern European Studies (CEES) an der Universität Zürich herausgegeben. Die Editoren des RAD sind externe Seite Fabian Burkhardt, externe Seite Vassily Klimentov, externe Seite Matthias Neumann, externe Seite Robert Orttung, externe Seite Jeronim Perović, externe Seite Heiko Pleines, und externe Seite Hans-Henning Schröder.
Der RAD ist eine Partnerpublikation der «Russland-Analysen», des «Russian Regional Report» und des Caucasus Analytical Digest (CAD).
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Aktuelle Ausgaben
Nr. 344: Cultural Consumption in Wartime Russia
In dieser Ausgabe wird die Mobilisierung von Kultur in Kriegszeiten behandelt. Zunächst analysiert Elizaveta Gaufman den Kulturkonsum in Film, Musik und Literatur und untersucht, inwiefern sich alltägliche Praktiken mit der staatlichen Ideologie decken. Im Anschluss beschreibt Radzhana Buyantueva die Wechselbeziehung zwischen Musik und dem russischen Regime und zeigt auf, wie musikalischer Ausdruck zur politischen Konsolidierung genutzt wird. Zaur Gasimov beleuchtet den Fall des Balletttänzers Polunin und veranschaulicht die Komplexität künstlerischer Positionierung und des performativen Patriotismus. Viacheslav Kartavyi befasst sich schliesslich mit dem „Unsterblichen Regiment“ und beschreibt, wie das historische Erinnern vom Staat vereinnahmt wurde, um Militarisierung der Gesellschaft zu legitimieren.
Nr. 343: Russia's Hard Right (Part 2)
Der RAD 343 ist der zweite Teil der von Katharina Bluhm herausgegebenen Doppelausgabe über „Russlands extreme Rechte und der Krieg“. Mihai Varga beleuchtet die zersplitterten transnationalen Netzwerke der russischen extremen Rechten im „nahen Ausland“ und zeigt auf, wie staatliche und kirchliche Kanäle diese inzwischen verdrängt haben. Anschliessend analysiert Mikhail Suslov Militärblogger auf Telegram und zeigt, wie deren hybride Ideologie, die eine Mischung aus identitärem Nationalismus und Antiglobalismus darstellt, als ideologisches Experimentierfeld für den Kreml fungiert. Abschliessend beschreibt Jules Sergei Fediunin, wie sich die Bevölkerungspolitik Russlands zu einer neotraditionalistischen, geburtenfördernden Agenda radikalisiert hat, die die fortschreitende autoritäre Konsolidierung des Regimes widerspiegelt.