Russian Analytical Digest (RAD)
Der «Russian Analytical Digest (RAD)» analysiert Ereignisse, Trends und Entwicklungen im Hinblick auf die politische, wirtschaftliche, sicherheitspolitische und gesellschaftliche Situation in Russland. Jede Ausgabe enthält akademische und policy-relevante Artikel von internationalen Autoren, zudem themenbezogene statistische Informationen, Grafiken und Meinungsumfragen. Die Publikation wird vom Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich zusammen mit dem Research Centre for East European Studies, dem Institute for European, Russian and Eurasian Studies (IERES) und dem Center for Eastern European Studies (CEES) an der Universität Zürich herausgegeben. Die Editoren des RAD sind externe Seite Fabian Burkhardt, externe Seite Vassily Klimentov, externe Seite Matthias Neumann, externe Seite Robert Orttung, externe Seite Jeronim Perović, externe Seite Heiko Pleines, und externe Seite Hans-Henning Schröder.
Der RAD ist eine Partnerpublikation der «Russland-Analysen», des «Russian Regional Report» und des Caucasus Analytical Digest (CAD).
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Aktuelle Ausgaben
Nr. 347: Artificial Intelligence, Technological Sovereignty, and Internet Control
Diese Ausgabe befasst sich mit Russlands Strategien im Bereich der künstlichen Intelligenz und der Internetkontrolle vor dem Hintergrund des andauernden Krieges gegen die Ukraine. Anna Ryzhova untersucht, wie Russland eine normative Führungsrolle in der globalen KI-Governance anstrebt, während es gleichzeitig die Nutzung ausländischer Sprachmodelle einschränkt. Anna Nadibaidze analysiert die militärischen KI-Fähigkeiten Russlands und hebt dabei den Konflikt zwischen dem Streben nach technologischer Unabhängigkeit und der Abhängigkeit von ausländischer Hardware hervor. Ein anonymer Autor untersucht schließlich die gehäufte Abschaltung des mobilen Internets und stellt fest, dass die politische Auswirkung auf die Duma-Wahl 2026 begrenzt waren.
Nr. 346: Religion and Politics
Diese Ausgabe untersucht die wachsende Bedeutung der Russisch-Orthodoxen Kirche und religiöser Diskurse im heutigen Russland. Der erste Beitrag von Alexander Ponomariov befasst sich mit der Sakralisierung des Krieges im russischen öffentlichen Diskurs seit 2022 und zeichnet nach, wie sich orthodox-theologische Sprache und staatliche Sicherheitsnarrative bei der Legitimierung des Krieges gegen die Ukraine und der Mobilisierung von Unterstützung dafür zunehmend miteinander verbinden. Der zweite Beitrag von Daria Khokhlova richtet den Blick auf die Schulen und analysiert die Stellung der Kirche im sich wandelnden russischen Geschichtslehrplan sowie die Spannungen zwischen der Erinnerung an die sowjetische antireligiöse Verfolgung und zunehmend positiven Darstellungen des sowjetischen Staates.