Russian Analytical Digest (RAD)
Der «Russian Analytical Digest (RAD)» analysiert Ereignisse, Trends und Entwicklungen im Hinblick auf die politische, wirtschaftliche, sicherheitspolitische und gesellschaftliche Situation in Russland. Jede Ausgabe enthält akademische und policy-relevante Artikel von internationalen Autoren, zudem themenbezogene statistische Informationen, Grafiken und Meinungsumfragen. Die Publikation wird vom Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich zusammen mit der Forschungsstelle Osteuropa (FSO) der Universität Bremen, dem Institute for European, Russian and Eurasian Studies (IERES) und dem Center for Eastern European Studies (CEES) an der Universität Zürich herausgegeben. Die Editoren des RAD sind externe Seite Fabian Burkhardt, externe Seite Vassily Klimentov, externe Seite Matthias Neumann, externe Seite Robert Orttung, externe Seite Jeronim Perović, externe Seite Heiko Pleines, und externe Seite Hans-Henning Schröder.
Der RAD ist eine Partnerpublikation der «Russland-Analysen», des «Russian Regional Report» und des Caucasus Analytical Digest (CAD).
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Aktuelle Ausgaben
Nr. 341: The Ambiguities of Indoctrination in Russian Universities and Schools
In dieser Ausgabe geht es um staatliche Indoktrinierung und ihre Umsetzung im russischen Bildungswesen. Zunächst analysieren Ivan Fomin et al. den Hochschulkurs „Grundlagen der russischen Staatlichkeit“ und argumentieren, dass der Putinismus eher auf einem „schmalen Etatismus“ als auf einer kohärenten Ideologie beruht. Ella Rossman untersucht die strategische Inkohärenz der russischen Ideologie der „traditionellen Werte“ und zeigt auf, wie deren ambivalente Mischung aus orthodoxem Neokonservatismus und sowjetischem Erbe mit der gezielten Indoktrinierung der Jugend im Widerspruch steht. Nina Zakharkina-Berezner untersucht schliesslich die Militarisierung russischer Schulen und beschreibt, wie manche Lehrer Anpassungsstrategien entwickeln, um ihre berufliche Autonomie trotz ideologischen Drucks zu bewahren.
Nr. 340: The Transformation of Armenian-Russian Relations
Die Ausgabe untersucht die tragenden Säulen in den armenisch-russischen Beziehungen, nämlich die politischen, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Verbindungen, welche diese Beziehungen strukturieren, aber gleichzeitig auch einengen. Der erste Beitrag analysiert die politischen Spannungen ausgelöst durch Missverständnisse und das Überschreiten „roter Linien“, während sich der zweite Beitrag mit der abnehmenden Militärkooperation seit der russischen Vollinvasion der Ukraine beschäftigt, welches als Armeniens Versuch einer sicherheitspolitischen Diversifizierung interpretiert wird. Der letzte Beitrag betont, dass die internationalen Sanktionen gegen Russland die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern signifikant verändert haben.