Russian Analytical Digest (RAD)
Der «Russian Analytical Digest (RAD)» analysiert Ereignisse, Trends und Entwicklungen im Hinblick auf die politische, wirtschaftliche, sicherheitspolitische und gesellschaftliche Situation in Russland. Jede Ausgabe enthält akademische und policy-relevante Artikel von internationalen Autoren, zudem themenbezogene statistische Informationen, Grafiken und Meinungsumfragen. Die Publikation wird vom Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich zusammen mit dem Research Centre for East European Studies, dem Institute for European, Russian and Eurasian Studies (IERES) und dem Center for Eastern European Studies (CEES) an der Universität Zürich herausgegeben. Die Editoren des RAD sind externe Seite Fabian Burkhardt, externe Seite Vassily Klimentov, externe Seite Matthias Neumann, externe Seite Robert Orttung, externe Seite Jeronim Perović, externe Seite Heiko Pleines, und externe Seite Hans-Henning Schröder.
Der RAD ist eine Partnerpublikation der «Russland-Analysen», des «Russian Regional Report» und des Caucasus Analytical Digest (CAD).
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Aktuelle Ausgaben
Nr. 346: Religion and Politics
Diese Ausgabe untersucht die wachsende Bedeutung der Russisch-Orthodoxen Kirche und religiöser Diskurse im heutigen Russland. Der erste Beitrag von Alexander Ponomariov befasst sich mit der Sakralisierung des Krieges im russischen öffentlichen Diskurs seit 2022 und zeichnet nach, wie sich orthodox-theologische Sprache und staatliche Sicherheitsnarrative bei der Legitimierung des Krieges gegen die Ukraine und der Mobilisierung von Unterstützung dafür zunehmend miteinander verbinden. Der zweite Beitrag von Daria Khokhlova richtet den Blick auf die Schulen und analysiert die Stellung der Kirche im sich wandelnden russischen Geschichtslehrplan sowie die Spannungen zwischen der Erinnerung an die sowjetische antireligiöse Verfolgung und zunehmend positiven Darstellungen des sowjetischen Staates.
Nr. 345: Exile and Diaspora
In dieser Ausgabe des Russian Analytical Digest geht es um die russische Diaspora vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges des Kremls gegen die Ukraine. Irina Meyer, Irina Busygina und Daria Dimke beschreiben die Herausforderungen, denen liberal gesinnte russische Migranten gegenüberstehen. Ekaterina Vorobeva untersucht, wie das russische Regime extraterritoriale Repressionen einsetzt, um Gegner im Ausland zum Schweigen zu bringen. Tatiana Kasimova und Alexander Kalgin begleiten ehemalige Lokalpolitiker im Exil und verfolgen den Rückgang ihrer politischen Aktivitäten. Ksenia Luchenko beleuchtet die Schwierigkeiten russischer Universitäten im Exil. Schliesslich begleitet Zarina Mukanova russische Emigranten in Kasachstan, um zu untersuchen, wie sie mit der neuen Gesellschaft interagieren.