Belarus Analytical Digest
Der Belarus Analytical Digest ist eine gemeinsam produzierte Online-Publikation (sechs Ausgaben pro Jahr) der externe Seite Forschungsstelle Osteuropa (FSO) der Universität Bremen, des Center for Security Studies (CSS) der ETH Zurich, und des externe Seite Center for Eastern European Studies (CEES) an der Universität Zürich. Der Belarus Analytical Digest analysiert die politische, ökonomische und soziale Situation in Belarus im Kontext der internationalen und sicherheitspolitischen Entwicklung des Landes. Alle Beiträge des Belarus Analytical Digest durchlaufen eine fast-track peer review.
Editorial Board: and (beide Forschungsstelle Osteuropa (FSO) der Universität Bremen)
Koordination Layout und Publikation: (Forschungsstelle Osteuropa (FSO) der Universität Bremen)
Die Reihe erscheint in Zusammenarbeit mit der deutschsprachigen Publikation externe Seite Belarus-Analysen.
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Nr. 009: State Propaganda and Digital Authoritarianism in Belarus
Die Ausgabe beleuchtet verschiedene Dimensionen des digitalen Autoritarismus im gegenwärtigen Belarus. Volha Kananovich untersucht in ihrem Beitrag, wie staatlich kontrollierte Medien Steuerzahlende als pflichtbewusste Beitragsleistende und nicht als Bürgerinnen und Bürger darstellen, die berechtigt sind, staatliches Handeln kritisch zu hinterfragen. Dadurch werden paternalistische Vorstellungen der Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft gestärkt. Daria Kuznetsova analysiert die Reaktion des Regimes auf die prodemokratischen Proteste von 2020 und zeigt, wie digitale Repression – darunter Internetsperren, Zensur und die Infiltration von Telegram-Kanälen – eingesetzt wurde, um Dissens zu unterdrücken und die Online-Kommunikation zu kontrollieren.
Nr. 008: Belarusian Democratic Opposition
Die Ausgabe befasst sich mit der jüngsten geopolitischen Neuorientierung der belarusischen demokratischen Opposition. Seit den Protesten von 2020 und der russischen Vollinvasion in die Ukraine im Jahr 2022 hat die Opposition ihren Kampf gegen das Regime von Lukaschenka zunehmend als einen Kampf für nationale Souveränität und Emanzipation von russischer Dominanz dargestellt. Ekaterina Pierson-Lyzhina und Radzhana Buyantueva behaupten, dass die im Exil agierende Opposition sich an die EU als wichtigsten Partner und symbolischen Referenzpunkt gewandt hat. Gleichzeitig erzeugt der Umstand, dass man sich auf europäische Hilfe stützt, in Bezug auf Identität, Souveränität und politische Repräsentation neue Abhängigkeiten und Dilemmata.